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Innenansicht der Kuppel des Reichstagsgebäudes

Wirtschaftspolitik 2025 –

im Rückblick

1. Januar

Zu Jahresbeginn steigt in Deutschland der gesetzliche Mindestlohn von zuvor 12,41 auf 12,82 Euro je Arbeitsstunde. Auch die Minijob-Verdienstgrenze wird erhöht. Sie steigt von bisher 538 auf 556 Euro je Monat.

20. Januar

Donald Trump wird in Washington als US-Präsident vereidigt, ein Amt, das er bereits von 2017 bis 2021 innehatte. In seiner Antrittsrede kündigt er unter anderem die Ankurbelung der Gas- und Ölförderung, die Einführung neuer Zölle sowie Massenabschiebungen von illegalen Einwanderern an.

12. Februar

Die Kommission der Europäischen Union (EU) legt ihr Arbeitsprogramm 2025 vor, mit Plänen zur Steigerung der Wettbewerbsfähigkeit, zur Erhöhung der Sicherheit und zur Stärkung der wirtschaftlichen Widerstandsfähigkeit.

18. März

Noch vor der Konstituierung des im Februar neu gewählten Deutschen Bundestages stimmen die Abgeordneten des bisherigen Parlaments mit der nötigen Zweidrittelmehrheit für Änderungen des Grundgesetzes, damit die von CDU/CSU und SPD geplante Aufstockung der Verteidigungs- und Infrastrukturausgaben erfolgen kann. Den Änderungen stimmen auch viele Abgeordnete von Bündnis 90/Die Grünen zu, denen zuvor einige klima- und sicherheitspolitische Zugeständnisse eingeräumt wurden.

21. März

Nach dem Bundestag gibt der Bundesrat grünes Licht für die Grundgesetzänderungen zur Lockerung der Schuldenbremse. Für Infrastruktur und Klimaschutz wird ein Sondervermögen in Höhe von 500 Milliarden Euro mit einer Laufzeit von zwölf Jahren geschaffen. Die Änderungen erlauben auch den Bundesländern, mehr Kredite aufzunehmen als bisher.

2. April

US-Präsident Donald Trump kündigt an seinem „Befreiungstag“ generelle Zölle in Höhe von 10 Prozent auf US-Importe aus allen Staaten der Welt an, die ab dem 5. April greifen. Darüber hinaus soll es individuelle Strafabgaben geben, je nach Handelsdefizit mit den USA. Für Einfuhren aus der EU sind neue Zölle von 20 Prozent vorgesehen. Viele Handelspartner leiten Gegenmaßnahmen ein.

6. April

Im Anschluss an Warnstreiks und eine Schlichtung einigen sich Gewerkschafts- und Arbeitgebervertreter*innen im öffentlichen Dienst von Bund und Kommunen auf einen Tarifabschluss. Die mehr als 2,5 Millionen Beschäftigten erhalten ab dem 1. April 2025 eine Lohnerhöhung um 3 Prozent und ab 1. Mai 2026 eine weitere Erhöhung um 2,8 Prozent.

Bundeskanzler Friedrich Merz

6. Mai

Die Abgeordneten des Deutschen Bundestages wählen Friedrich Merz zum Bundeskanzler einer Regierungskoalition aus CDU/CSU und SPD.

4. Juni

Das Bundeskabinett beschließt den sogenannten Investitionsbooster, der nach der parlamentarischen Zustimmung im Juli wirksam wird. Der Gesetzentwurf umfasst Verbesserungen der Abschreibungsbedingungen, die Förderung von elektrischen Firmenfahrzeugen und eine ab 2028 beginnende schrittweise Senkung des Körperschaftsteuersatzes von 15 auf 10 Prozent.

5. Juni

Zum achten Mal seit dem Sommer 2024 vermindert die Europäische Zentralbank die Leitzinsen für den Euroraum. Der wichtige Einlagezinssatz sinkt um 0,25 Prozentpunkte auf 2 Prozent und wird bis zum Jahresende auf diesem Niveau bleiben.

1. Juli

Die gesetzlichen Altersbezüge der Rentner*innen in Deutschland werden um 3,74 Prozent angehoben.

Skulptur des Eurozeichens vor dem EU-Parlamant in Brüssel

27. Juli

EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen und US-Präsident Donald Trump verkünden eine handelspolitische Grundsatzeinigung. Den Verlautbarungen zufolge werden künftig neue US-Zölle von 15 Prozent für die meisten Warenimporte aus den EU-Staaten gelten, auch für Automobile. Von den EU-Staaten sollen zudem in den nächsten Jahren 600 Milliarden Dollar in den USA investiert und US-Energie im Gesamtwert von 750 Milliarden Dollar bezogen werden. Viele Details bleiben zunächst noch offen.

Getreide

14. August

Gemäß Schätzungen des Deutschen Raiffeisenverbands ist die Getreideernte 2025 zufriedenstellend ausgefallen. Demnach stieg die bundesweite Erntemenge gegenüber dem Vorjahr um 10 Prozent auf 43 Millionen Tonnen, trotz der starken und anhaltenden Niederschläge während der Erntezeit.

3. September

Das Bundeskabinett beschließt ein Maßnahmenpaket zur Senkung der Stromkosten, dem sich auch der Bundestag anschließen wird. Die Stromkunden werden 2026 durch einen Bundeszuschuss von 6,5 Milliarden Euro zur Finanzierung der Übertragungsnetzkosten entlastet. Zudem wird die Stromsteuer für produzierende Unternehmen sowie Land- und Forstwirt*innen dauerhaft auf das EU-Mindestmaß reduziert.

18. September

Die Abgeordneten des Deutschen Bundestages beschließen final den Bundeshaushalt 2025, der gegenüber dem Vorjahr einen Ausgabenanstieg um gut 5 Prozent auf rund 503 Milliarden Euro beinhaltet.

1. Oktober

Für Ärzt*innen, Krankenhäuser und Apotheken in Deutschland tritt die Nutzungspflicht der elektronischen Patientenakte ePA in Kraft. In der ePA müssen sie etwa Befunde, Röntgenbilder oder Medikationspläne speichern.

28. November

Im Bundestag wird der Bundeshaushalt für das Jahr 2026 endgültig verabschiedet. Der Haushalt umfasst Ausgaben in Höhe von 524,5 Milliarden Euro, finanziert unter anderem mit Neukrediten in Höhe von 98 Milliarden Euro und Sonderschulden in Höhe von mehr als 82 Milliarden für die Verteidigung, die Infrastruktur und den Klimaschutz.

10. Dezember

Vor dem Hintergrund schwach ausgefallener Wirtschafts- und Arbeitsmarktindikatoren senkt die US-Notenbank Fed nochmals ihren Leitzins um 25 Basispunkte. Der Zinssatz liegt damit in einer Spanne von 3,5 bis 3,75 Prozent.

Bildquelle: geno kom Werbeagentur GmbH