Presseinformation zur beabsichtigten Fusion der Raiffeisenbank Ratzeburg, der Volksbank Raiffeisenbank (Bargteheide, Bergedorf, Stormarn, Vierlanden) und der VReG

„Die dynamischen Veränderungen im Privat- und Wirtschaftsleben stellen auch den Bankensektor vor immer größere Herausforderungen.“

Mit diesem Satz haben wir das Schreiben an unsere Vertreter zur Fusion der damaligen VRIZ und der Norderstedter Bank begonnen. Der zurückliegende erfolgreiche Zusammenschluss dieser beiden Häuser hat uns in den vergangenen Monaten gezeigt, wie richtig und wichtig diese Entscheidung war.

Und alle aktuellen Entwicklungen – auch im Bankensektor – zeigen uns, dass der „erste Satz“ aus 2018 in 2020 keineswegs an Bedeutung verloren hat.

Es gilt weiter, wesentliche Trends zum Wohle der Mitglieder und Kunden – aber auch der Mitarbeiter – anzunehmen und zu bewältigen. Ein verändertes Kundenverhalten, stärkere gesetzliche und regulatorische Regulierungen sowie eine anhaltende Niedrigzinsphase sind nur einige davon.

Diese Veränderungstreiber sind nicht neu, nehmen aber an Geschwindigkeit zu und werden die Bankenbranche nachhaltig verändern.

Unsere Bank hat sich in den vergangenen Jahren positiv entwickelt, weil wir bereits mit einem grundlegenden Umbau der Strukturen begonnen haben – ein wesentlicher erster Schritt war die Fusion 2018.

 

Muss die nächste Verschmelzung aber schon so schnell kommen? Ist das wirklich erforderlich?

Betriebswirtschaftlich werden wir sicher zum jetzigen Zeitpunkt nicht zu einer weiteren Fusion gedrängt. Uns geht es gut.

Und genau aus dieser Stärke heraus wollen wir uns mit Partnern zusammen schließen, die genauso an einer erfolgreichen Zukunft interessiert sind wie wir.

 

In diesem nächsten Schritt sehen wir Chancen:

Durch den erneuten Zusammenschluss können wir die Geschäftsfelder ausweiten, die bislang nicht ausreichend abgedeckt werden konnten bzw. zukünftig an Stellenwert gewinnen werden.

Wir müssen einfacher, schneller und effizienter Investitionen in Zukunftsthemen bereitstellen. Und mehr denn je gilt es, als attraktiver Arbeitgeber Entwicklungsmöglichkeiten bieten zu können, um gute und engagierte Mitarbeiter, Experten und Know-How-Träger zu finden und zu binden.

 

Vor diesem Hintergrund halten es die Vorstände und Aufsichtsräte der Volksbank Raiffeisenbank eG (Bargteheide, Bergedorf, Stormarn, Vierlanden), der Raiffeisenbank eG, Ratzeburg und der Volksbank Raiffeisenbank eG (VReG), für die Gestaltung der Zukunftsfähigkeit geboten, durch eine Zusammenarbeit und eine mögliche Verschmelzung deutlich mehr Chancen zu heben. Die drei Institute sind wirtschaftlich gesund und stabil, risikoarm und lokal aufgestellt.

 

Alle drei Banken verstehen sich als leistungsstarker und verlässlicher Partner sowohl der regionalen Wirtschaft als auch der Privatkunden. Die Kundennähe bleibt erhalten. Vorortservice verbunden mit 24/7-Erreichbarkeit, Stärkung der qualifizierten Beratung und schnelle Entscheidungen in den Regionen vor Ort werden wesentliche strategische Grundpfeiler sein.

 

Wir hoffen auf die Zustimmung der Vertreter und Mitglieder der beteiligten Banken zu einem auf die Zukunft ausgerichteten Haus mit den folgenden wirtschaftlichen Eckpfeilern:

 

40.000 Mitglieder, über 110.000 Kunden, ca. 3 Mrd. Bilanzsumme, knapp 6 Mrd. Kundenwertvolumen und eine halbe Mrd. Eigenkapital.

 

Wir sind uns der hohen Verantwortung bewusst und wissen, dass wir eine wichtige Entscheidung für unsere Mitglieder, Kunden und Mitarbeiter treffen.

 

Stephan Schack   Reiner Schomacker    Martin Weber